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Beispiel-Klausur
Klassenarbeit Klasse 10 — Quadratische Funktionen und Parabeln
Schreiben Sie Ihre Lösungswege vollständig auf. Ergebnisse ohne nachvollziehbaren Rechenweg werden nicht gewertet. Runden Sie auf zwei Nachkommastellen, sofern nicht anders angegeben.
- 1Aufgabe 18 BE
Gegeben ist die quadratische Funktion f mit f(x) = 2x² − 8x + 6. a) Sie die Nullstellen der Funktion durch Ausklammern oder mithilfe der p-q-Formel. b) Geben Sie den Scheitelpunkt der Parabel an. Nutzen Sie dafür die quadratische Ergänzung. c) Sie den Graphen der Funktion in einem geeigneten Koordinatensystem (Wertetabelle nicht erforderlich).
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Erwartungshorizonta) Nullstellen: Ausklammern von 2 ergibt 2(x² − 4x + 3) = 0, also x² − 4x + 3 = 0. Mit p-q-Formel: x₁ = 1, x₂ = 3. b) Scheitelpunkt durch quadratische Ergänzung: f(x) = 2(x² − 4x) + 6 = 2((x − 2)² − 4) + 6 = 2(x − 2)² − 2. Scheitelpunkt S(2 | −2). c) Skizze zeigt nach oben geöffnete Parabel mit Scheitelpunkt bei (2 | −2) und Nullstellen bei x = 1 und x = 3.
Musterlösunga) f(x) = 2x² − 8x + 6 = 0. Ausklammern: 2(x² − 4x + 3) = 0, also x² − 4x + 3 = 0. Mit p-q-Formel: x₁₂ = 2 ± √(4 − 3) = 2 ± 1. Nullstellen: x₁ = 1, x₂ = 3. b) Quadratische Ergänzung: f(x) = 2(x² − 4x) + 6 = 2(x² − 4x + 4 − 4) + 6 = 2((x − 2)² − 4) + 6 = 2(x − 2)² − 8 + 6 = 2(x − 2)² − 2. Scheitelpunkt S(2 | −2). c) Graph ist eine nach oben geöffnete Parabel (a = 2 > 0) mit Scheitelpunkt bei (2 | −2), Nullstellen bei x = 1 und x = 3, y-Achsenabschnitt bei (0 | 6).
- 2Aufgabe 29 BE
Die Flugbahn eines Basketballs wird durch die Funktion h(x) = −0,1x² + 0,8x + 2 beschrieben. Dabei ist x die horizontale Entfernung vom Abwurfpunkt in Metern und h(x) die Höhe des Balls in Metern. a) Aus welcher Höhe wird der Ball abgeworfen? b) Sie die maximale Höhe, die der Ball erreicht, und geben Sie an, bei welcher horizontalen Entfernung dies geschieht. c) In welcher Entfernung vom Abwurfpunkt trifft der Ball auf dem Boden auf?
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Erwartungshorizonta) Abwurfhöhe ist der y-Achsenabschnitt h(0) = 2 m. b) Maximale Höhe im Scheitelpunkt: x_S = −b/(2a) = −0,8/(−0,2) = 4 m. Einsetzen: h(4) = −0,1·16 + 0,8·4 + 2 = 4,2 m. Der Ball erreicht bei 4 m horizontaler Entfernung die maximale Höhe von 4,2 m. c) Nullstellen berechnen: −0,1x² + 0,8x + 2 = 0, also x² − 8x − 20 = 0. p-q-Formel: x₁₂ = 4 ± √(16 + 20) = 4 ± 6. Nur x₂ = 10 ist physikalisch sinnvoll. Der Ball trifft bei 10 m auf dem Boden auf.
Musterlösunga) h(0) = −0,1·0² + 0,8·0 + 2 = 2. Der Ball wird aus 2 m Höhe abgeworfen. b) Scheitelpunkt: x_S = −b/(2a) = −0,8/(2·(−0,1)) = 4. h(4) = −0,1·16 + 0,8·4 + 2 = −1,6 + 3,2 + 2 = 4,2. Die maximale Höhe beträgt 4,2 m bei einer horizontalen Entfernung von 4 m. c) h(x) = 0: −0,1x² + 0,8x + 2 = 0, multipliziert mit (−10): x² − 8x − 20 = 0. p-q-Formel: x₁₂ = 4 ± √(16 + 20) = 4 ± 6. x₁ = −2 (nicht sinnvoll), x₂ = 10. Der Ball trifft bei 10 m Entfernung auf dem Boden auf.
- 3Aufgabe 310 BE
Werten Sie die Messreihe aus Material 1 aus. a) Stellen Sie die Messwerte in einem Koordinatensystem grafisch dar. b) Ermitteln Sie eine quadratische Funktion der Form f(x) = ax² + c, die näherungsweise durch die Messpunkte verläuft. Nutzen Sie dazu zwei geeignete Punkte aus der Tabelle. c) Sie mithilfe Ihrer Funktion den theoretischen y-Wert für x = 3 und Sie diesen mit dem Messwert.
Material 1Versuchsmesswerte x y 0 3,0 1 3,9 2 6,8 3 11,2 4 18,0 5 26,5 Quelle: Schülerversuch, Messgenauigkeit ±0,2
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Erwartungshorizonta) Koordinatensystem mit x-Achse 0 bis 5, y-Achse 0 bis 30, eingetragene Messpunkte zeigen parabelförmigen Verlauf. b) Ansatz f(x) = ax² + c. Mit (0|3): c = 3. Mit (4|18): 18 = a·16 + 3, also a = 0,9375 ≈ 0,94. Funktion: f(x) = 0,94x² + 3. c) f(3) = 0,94·9 + 3 = 11,46. Messwert ist 11,2, Abweichung beträgt 0,26, liegt innerhalb der Messgenauigkeit.
Musterlösunga) Die Punkte (0|3), (1|3,9), (2|6,8), (3|11,2), (4|18), (5|26,5) werden in ein Koordinatensystem eingetragen und zeigen einen parabelförmigen Verlauf. b) Ansatz f(x) = ax² + c. Aus (0|3) folgt: 3 = a·0 + c, also c = 3. Aus (4|18) folgt: 18 = a·16 + 3, also 16a = 15, a = 0,9375 ≈ 0,94. Die Funktion lautet f(x) = 0,94x² + 3. c) f(3) = 0,94·9 + 3 = 8,46 + 3 = 11,46. Der Messwert beträgt 11,2. Die Abweichung von 0,26 liegt im Rahmen der Messgenauigkeit von ±0,2 und ist akzeptabel.
- 4Aufgabe 47 BE
Material 2 zeigt die grafische Darstellung zweier quadratischer Funktionen f und g. a) Lesen Sie aus dem Diagramm die Scheitelpunkte beider Parabeln ab. b) Geben Sie jeweils an, ob der zugehörige Parameter a positiv oder negativ ist und Sie Ihre Antwort. c) Sie näherungsweise die Nullstellen der Funktion g aus dem Diagramm.
Material 2Grafische Darstellung der quadratischen Funktionen f (blau) und g (rot) im Koordinatensystem Erwartungshorizont + Musterlösung anzeigenLösungen ausblenden
Erwartungshorizonta) Beide Parabeln haben den Scheitelpunkt bei S(2 | 2,5) (Ablesung aus dem Diagramm: x = 2, y ≈ 2,5). b) Funktion f: a < 0, da die Parabel nach unten geöffnet ist. Funktion g: a > 0, da die Parabel nach oben geöffnet ist. Die Öffnungsrichtung wird durch das Vorzeichen von a bestimmt. c) Funktion g hat Nullstellen bei ca. x ≈ 0,6 und x ≈ 3,4 (Schnittpunkte mit der x-Achse).
Musterlösunga) Beide Parabeln besitzen denselben Scheitelpunkt bei S(2 | 2,5), da sie dort ihr jeweiliges Extremum haben. b) Funktion f (blau) ist nach unten geöffnet, daher ist a < 0. Funktion g (rot) ist nach oben geöffnet, daher ist a > 0. Das Vorzeichen des Parameters a bestimmt die Öffnungsrichtung der Parabel. c) Die Funktion g schneidet die x-Achse bei etwa x₁ ≈ 0,6 und x₂ ≈ 3,4. Dies sind die Nullstellen von g.
- 5Aufgabe 56 BE
Eine Parabel hat die Nullstellen x₁ = −2 und x₂ = 6 sowie den y-Achsenabschnitt bei y = −12. a) Sie, warum der Scheitelpunkt der Parabel bei x = 2 liegen muss. b) Sie die Funktionsgleichung in der Form f(x) = ax² + bx + c. c) Sie anhand des Parameters a, ob die Parabel nach oben oder nach unten geöffnet ist.
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Erwartungshorizonta) Der Scheitelpunkt liegt genau in der Mitte zwischen den Nullstellen. Mittelwert: (−2 + 6)/2 = 2. Aufgrund der Symmetrie der Parabel muss x_S = 2 sein. b) Produktform: f(x) = a(x + 2)(x − 6). Einsetzen von (0|−12): −12 = a·2·(−6) = −12a, also a = 1. Ausmultiplizieren: f(x) = (x + 2)(x − 6) = x² − 4x − 12. c) Da a = 1 > 0 ist, ist die Parabel nach oben geöffnet.
Musterlösunga) Der Scheitelpunkt einer Parabel liegt aufgrund ihrer Achsensymmetrie genau in der Mitte zwischen den beiden Nullstellen. x_S = (x₁ + x₂)/2 = (−2 + 6)/2 = 2. b) Produktform mit Nullstellen: f(x) = a(x − (−2))(x − 6) = a(x + 2)(x − 6). Einsetzen von (0|−12): −12 = a·2·(−6) = −12a, also a = 1. Ausmultiplizieren: f(x) = (x + 2)(x − 6) = x² − 6x + 2x − 12 = x² − 4x − 12. c) Der Parameter a = 1 ist positiv, daher ist die Parabel nach oben geöffnet. Positive a-Werte bedeuten stets eine Öffnung nach oben.
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